Sex am Riff 2012

Sex am Riff  10.02.2012

Meeresbiologin Dr. Constanze Conrad
referierte auf Einladung der Tauchsportfreunde Bensheim

RODAU

Die Tauchsportfreunde Bensheim hatten wieder einmal eingeladen:

Zum vierten meeresbiologischen Erlebnisseminar.

Uwe Fleischmann begrüßte als Mitglied des Vorstands die Teilnehmer und die Referentin, die seit 13 Jahren in Ägypten lebt.

 

Die Meeresbiologien und Tauchlehrerin
Dr.Constanze Conrad hatte schon lange darauf gewartet, dass der Verein sch endlich dieses „schönen Themas“ annimmt:

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„Sex am Riff – über Wasser tun sie’s nicht, unter Wasser sieht man’s nicht“, so der schlüpfrige Titel. Rund 90 Mitglieder erlebten gut 120 Minuten– gefüllt mit einer Mischung aus biologischer Fachsprache, Wortwitz und trockenem Humor.

„Sex“ – was ist das überhaupt?
Bei dieser ersten Frage begann bei den Anwesenden schon das Schmunzeln, Witzeln und Grinsen.
Sex, abgeleitet vom Lateinischen „Sexus“, das heißt ursprünglich nur Geschlecht. Im Sprachgebrauch steht der Ausdruck für die praktische Ausübung von Sexualität, für sexuelle Handlungen zwischen zwei oder mehreren Partnern. In Form des Geschlechtsverkehrs dient er der Fortpflanzung und Erhaltung der Art. Die Fittesten überleben Sexualität dient dem wechselseitigen Reagieren und Agieren bei Menschen und Delfinen. Das gilt etwa nicht für Seeigel. Klar ist, dass es eine geteilte Investition ist: jeder Partner trägt 50 Prozent zur Fortpflanzung bei und so entsteht genetischer Austausch. Die Erbanlagen werden ausgetauscht und vermischt, so dass es zu einer besseren Anpassung an die Umwelt kommt. Nach dem Motto „
survivalof the fittest“ ist es spätestens seit Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie offenkundig: Sexuell erzeugte Nachkommen sind doppelt so fit wie asexuell erzeugte. Die Biologin Conrad Unterschied zwischen sexueller oder asexueller Fortpflanzung.
Sie sprach kompetent von Knospung, Teilung oder gar von Jungfernzeugung, die bei isoliert lebenden Tieren in der Unterwasserwelt auftritt. Männchen sind hierbei überflüssig, weil die Tiere sich aus unbefruchteten Eizellen entwickeln. Das Problem ist jedoch, dass identische Klone entstehen. Dies ist nach neuesten Erkenntnissen bei Hammerhaien der Fall. 

„Fischdisko“ Auf die Balz geht der Korallenbarsch, um sich sexuell zu vermehren. Bis zu 80 Fische leben hier in Gruppen zusammen. Alle Weibchen legen die Eier gleichzeitig ab. Die Barschmännchen bereiten den Nistplatz vor, tanzen einen Meter darüber auf und ab, um die Weibchen anzulocken. Um die „Fischdisko“ zu vollenden, singen sie, besser sie stoßen Brrlaute aus. Die angelockten Weibchen schwimmen mit den Männchen synchron. Schließlich laichen sie ab, die Männchen besamen die Eier. Auch Farbmuster, Düfte und Berührungen, auch Nippeln genannt, spielen bei der Hochzeitsnacht eine große Rolle.

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          Presse, Jutta, Aiman & Constanze

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