Niederländische Antillen - Bonaire 2001

 

Marine Park

Wir besuchten Bonaire nun schon zum 3. Mal. Bis es soweit war, hatte ich mehrmals mit Günther Kropp (zuständig für die Buchung bei Buddy Dive Deutschland) und mit der Fluggesellschaft KLM telefoniert und E-Mails geschickt. Die KLM wollte uns auf Bonaire nicht aussteigen lassen. Wir sollten nach dem Zwischenstopp mit nach Curaau fliegen und nach 4 Stunden Aufenthalt mit einer anderen Maschine wieder zurück nach Bonaire. Das wollten wir alle nicht. Nun ja ich habe es schließlich geschafft das es nicht so weit kam.
Am 1. Oktober, kurz nach Mitternacht, klingelte bei uns der Wecker und ab jetzt hielt mich nichts mehr im Bett. Schließlich ging es ab in den Urlaub. Sven (Roberts Bruder) hat uns um 4.00 Uhr abgeholt und nach Frankfurt auf den Flughafen gebracht. Dort hat sich die Truppe getroffen. So früh am Tag konnte man sich nicht verfehlen. Es war ein regnerischer Tag in Deutschland und ab ging es nach Holland. Nach 5 Stunden Aufenthalt und shopping in Schiphol - Amsterdam, waren wir froh, endlich in eine DC11 nach Bonaire einzusteigen um dem schlechten Wetter zu entkommen.
Auf Bonaire angekommen wurden wir von Buddy Dive mit 2 Pickups abgeholt. Es stiegen erstaunlich viele Menschen aus , das war die letzten male nicht so gewesen. Wir wurden zu unserem Appartement gebracht und bezogen auch gleich unsere Zimmer. Jedes Paar hatte ein separates Schlafzimmer, ein  Bad sowie einen Balkon. Der Wohn- und Essraum war zur gemeinsamen Nutzung. Ans Koffer auspacken hat keiner gedacht. Es ging gleich ins Meer schwimmen. Herrliches 29°C warmes Wasser, irre gut – das haben wir uns verdient.

BuddydiveOli
Im November 1990 hatte ein starker Sturm viel zerstört. Wer schon auf Bonaire war, weiss, dass an Buddy Dive zur Tauchbasis eine Betontreppe führte und ein Holzsteg entlang der Küste sowie eine überdachte Holzplattform stand. Auch die anderen Tauchbasen entlang der Küste hatten zum Teil Holzstege. Alle schön angelegt und gepflegt. Der Sturm hat alles zerstört und das Wasser ist bis zur oberen Kante der Betontreppe angestiegen. Das bedeutet, die komplette Tauchbasis stand unter Wasser und Buddy Dive hatte einen enormen Schaden. Die anderen natürlich auch. Unter Wasser sind die meisten Korallen auf dem Riffdach zerstört. Das bedeutet dass die ersten ca.6 Tiefenmeter entlang der Küste enorm gelitten haben. Weiter unten ist die Welt besser erhalten geblieben. Die ganzen Tauchbasen haben sich angestrengt um wieder alles herzurichten. Auch Buddy Dive musste alles renovieren, was ihnen sehr gut gelungen ist. Das Restaurante hat ein neues outfit bekommen. Am Süßwasserpool sind Sonnenschirme und Liegen sowie eine überdachte open air Bar mit life Musik am Abend. Einmal in der Woche gibt es ein Barbecue, wo man super gut essen kann. Es gibt einen 2. Süßwasserpool der leider, wegen Reparaturarbeiten, zu der Zeit kein Wasser hatte. Einen Bachlauf der in einen kleinen knietiefen Pool endet. Alles in allem ist die Parkanlage sehr gepflegt.
Am nächsten Tag schüttete es wie aus Kübeln. Das hielt uns aber nicht zurück. Wir fuhren nach Kralendijk zum Geld tauschen und zum Supermarkt. Um 10.00 Uhr war Treffpunkt Tauchbasis. Wie gewohnt wurden wir in die kleinen Geheimnisse, z.B. wo der Schlüssel zu unserem Equipment hängt wenn man zum Nachttauchen gehen will, eingeweiht. Dann ging es ab zum lang ersehnten Check Dive. Von nun an ging es, wie sich jeder denken kann, jeden Tag ins Wasser. Der eine mehr der andere weniger oft denn man konnte sich sehr gut am Pool aufhalten und faulenzen. Frühstück und Mittagessen machten wir uns selbst. Zum Abendessen fuhren wir nach Kralendijk oder verpflegten uns ebenfalls selbst. Wir hatten 2 Pickups zur Verfügung welche Guido, nach zähen Verhandlungen, nach einigen Tagen gegen einen Bus eintauschte. So konnten wir uns auf dem Rückweg vom Tauchgang unterhalten was noch so anstand.

RobertRobert GuidoKoralle 1Schnecke
Wer die Insel nicht kennt: es ist entlang der Insel (auf der Westseite) freies tauchen möglich. Auf der Ostseite ist die Brandung zum tauchen von Land zu stark. Wenn man jedoch tauchen möchte, gibt es die Möglichkeit mit dem Boot hinzufahren. Die Tauchplätze sind mit einem gelben Stein markiert. Buddy Dive hat ein schönes Hausriff das bis auf ca. 25 Meter tiefe geht. Unterwasser ist die Farbe braun sehr dominant. Die größten Fische sind die Snooks und Tarpone (Heringsfische). Wer nicht unbedingt auf Haie steht, kommt dort auf seine Kosten. Die Hilma Hooker ist ein Wrack das auf ca. 30 Meter liegt. Man kann es gut umtauchen und auch dort sind viele Fische zu bewundern die sehr neugierig sind und hoffen etwas Brot zu bekommen. Der Einstieg ins Wasser ist nicht immer einfach. Es geht fast immer über Korallensteine. Manchmal hat man auch eine Leiter damit man wieder aus dem Wasser kommt. Einen Strand gibt es: der Pink Beach. Das ist ein schöner feiner, etwas rötlicher Sandstrand, wo auch Palmen gepflanzt sind. Ansonsten ist die Insel ziemlich trocken. Es gibt viele Dornenbüsche und Kakteen sowie wilde Esel. TarponBarrakuda
DrachenkopfSchildkroete
Weiterhin besuchten wir die Sehenswürdigkeiten der Insel:
Eselsfriedhof, Meersalzgewinnungsanlage, Obelisken und Sklavenhütten, durch den Mangrovensumpf nach Lac Baai – die Conch (Schnecke) Bergen und natürlich auch den Washington National Park.

Nach 2 Wochen mit guten Wetter mussten wir leider wieder zurück.

 
Gruppe
Die unerschrockenen Taucher und Nichttaucher waren:
Anette und Isabel Bartel, Willy Lerch, Guido Gärtner, Oli Christ, Marlis und Robert Zeißler.  
 

Eine Zusammenfassung von Marlis Zeißler, Mitglied des TSF Bensheim e.V.