Ecuador und Galapagos 03/2011 von Ruth und Andreas Wortmann

 

Im März 2011 starteten wir unseren „Once in a livetime" Urlaub zu den Galapagosinseln in Richtung Ecuador. Neben dem Schwerpunkt einer Tauchsafari zu Wolf und Darwin waren ein Aufenthalt auf Santa Cruz mit einer Kombination von drei Tauchtagen und vier Tagen Inseltouren sowie ein Stop Over in Quito geplant. Gebucht haben wir diese Reise mit Tauchreisen Roscher von denen wir sehr detaillierte, speziell auf unsere Reise ausgerichtete, ergänzende Reiseinformationen erhalten haben.

Am 18.03. starteten wir morgens pünktlich mit Iberia von Frankfurt nach Madrid. Der Flug mit Iberia war eine herbe Enttäuschung. Wir hatten nicht erwartet unterhalb des Ryanair-Standards zu fliegen. Essen und Getränke erhielt man nur gegen Bares, der Sitzplatz war eine Zumutung die entweder Haltungsschäden oder Kniebruch zu Folge hatte, usw. Von Madrid aus ging es mit 45 Minuten Verspätung weiter in Richtung Quito und wir erhielten eine Bestätigung unseres Eindrucks der Iberia. Auf so einer Langstrecke kein „Personal- Entertainmentsystem" und die Filme nur auf den Bildschirmen in der Mitte (spanisch / englisch) gezeigt, hatten wir schon lange nicht mehr. Immerhin war hier zumindest die Verpflegung enthalten.

Mit -7 Std. Zeitverschiebung landeten wir am Abend in Guayaquil und nicht wie geplant in Quito, da dort die Wetterbedingungen eine Landung nicht zugelassen hätten. Dies scheint nicht außergewöhnlich zu sein, da in unseren Reiseinformationen explizit aufgeführt war, dass die Reiseleitung vor Ort in Quito uns auf jeden Fall in Empfang nehmen würde egal mit wieviel Verspätung wir auch einträfen. Nach den Einreiseformalitäten in Guayaquil und nachdem wir unser Gepäck erhalten hatten erfuhren wir dann, dank mitreisender Einheimischer mit gleichem Schicksal, dass Iberia scheinbar noch für den Abend einen Flug nach Quito organisieren würde (die Durchsagen im Flughafen erfolgten nur in Spanisch). Offiziell sollten wir um 22:00 Uhr mit AeroGal zurück nach Quito fliegen, was sich aber auch wieder um 1 Stunde verzögerte und daher landeten wir in Quito, wo wir tatsächlich noch von unserer Reiseleitung vor Ort in Empfang genommen wurden, um 23:45 Uhr und erreichten dann gegen 1:00 Uhr, nach knapp 27 Stunden Reisezeit, unser Stop Over- Hotel „Quito".

Die zwei Tage in Quito waren mit einer Stadtrundfahrt inkl. Besuch des Äquatormonuments und einem Trip auf den Cotopaxi verplant und da uns bei unserer Ankunft offeriert wurde, das es am nächsten Tag schon um 8:00 Uhr weiterging, war ein entsprechendes zeitiges Wecken angesagt. Das Frühstück im Panorama Restaurant fand leider wie während unseres gesamten Aufenthaltes auf Grund der Wolken ohne sichtbares Panorama auf den Cotopaxi statt.

Quito, die Hauptstadt Ecuadors, liegt in ca. 2.900 m Höhe der nördlichen Anden und ist von einer Vielzahl von Vulkanen umgeben. Die Stadtrundfahrt führte uns zu den wesentlichen Sehenswürdigkeiten wie unter anderem in die zum Weltkulturerbe gehörende historische Altstadt und auf den Hausberg „El Panecillo". Weiterhin waren die Besichtigung des offiziellen Äquatormonuments sowie eines kleinen benachbarten „Erlebnis-Museums", durch das der per GPS ermittelte tatsächliche Äquator verläuft, Bestandteil der Tour.

Der zweite Tag unseres Quito Aufenthalts sollte ganz im Zeichen des Cotopaxi (ca. 40 km von Quito entfernter 5.897 m hoher Vulkan) stehen. Leider haben wir diesen, genauso wie die anderen Vulkangipfel, während der gesamten Tour nur bruchstückhaft aus den Wolken herausschauen sehen. Auf der Route sind wir mit mehreren Besichtigungsunterbrechung um sowohl die Geologie als auch die beeindruckende Bergwelt mit ihrem besonderen Bewuchs, wie z.B. an dem auf 3.800 m hoch gelegenem Limpiopungo-See, zu würdigen bis zum Parkplatz auf 4.500 m gefahren um dann bis zu einer Hütte auf 4.810 m hochzulaufen. Für uns, die wir uns bisher noch nicht in einer solchen Höhe bewegt haben, war es eine ziemlich krasse Erfahrung wie man dort ins „Schnaufen" geraten kann. Jedes Luftanhalten zum Filmen oder Reden wurde sofort mit entsprechendem Sauerstoffmangel / Atemnot bestraft. Leider war das Wetter auf diesem Teilstück mit Schnee und Graupelschauer und somit auch mit völlig fehlender Fernsicht besonders schlecht. Trotz der schlechten Wetterbedingungen war diese Tagestour jedoch ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

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Um 6:00 Uhr am nächsten Morgen fuhren wir zum Flughafen um Richtung Galapagos zu starten. Die Fahrt zum Flughafen brachte uns mit einem unverdeckten Blick auf den Cotopaxi noch das abschließende Highlight. Der Abflug nach Baltra via Guayaquil erfolgte natürlich 1 Stunde verspätet. Nach 45 Minuten Flug landeten wir in Guayaquil um von dort nach 35 Minuten Aufenthalt weitere 90 Minuten nach Baltra zu fliegen wo wir die Nationalparkeinreiseformalitäten (100 $ Nationalparkgebühr pro Person) durchlaufen mussten.

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir die Humboldt Explorer, die im Kanal zwischen Baltra und Santa Cruz vor Anker lag. Nach dem Einchecken auf dem Boot absolvierten wir gegen 16:00 Uhr einen Checkdive in einer Bucht des Kanals bei dem die Sichtweite unseren Seen zu aller Ehre gereicht hätte (wir sind schon lange nicht mehr Flossen hinterher getaucht um irgendwann festzustellen, dass der zugehörige Taucher schon lange den Guide verloren hatte). Wir vollendeten unseren Check und tauchten nach ca. 43 Minuten auf um festzustellen, dass der Rest der Taucher schon lange wieder an Bord war. Beim Abendessen wurde dann bekannt, dass der Tourverlauf nicht dem bei der Buchung angenommenen entsprechen würde (andere Route, reduzierte Anzahl an Tauchgängen, keine Landgänge, usw.). Diese Abweichung wurde mit der Lizenzierung durch die Nationalparkverwaltung begründet und hieran war auch nichts änderbar. Natürlich war dies gleich zu Beginn der Tour eine ziemliche Entäuschung.

Die Stahlyacht Humboldt Explorer ist 32 Metern lang und für die Unterbringung von 16 Tauchern in 8 geräumigen Doppelkabinen vorgesehen. Jede Kabine verfügt über eine separate Klimaanlage und einem Bad mit Dusche und WC. Weiterhin verfügt das Schiff über einen großen klimatisierten Salon, ein Sonnendeck welches teilweise beschattet ist und auch einen Wirlpool enthält sowie eine geräumige Tauchplattform mit Spülbecken für Kameras. Der Tauchbetrieb erfolgte in zwei Gruppen zu je 8 Tauchern mit täglichem Wechsel des zugeordneten Guides.

Am zweiten Tag des Aufenthalts auf dem Boot startete dieses um 5:30 Uhr Richtung Bartolome wo wir am Vormittag zwei Tauchgänge absolvierten die außer Rochen und Schildkröten nicht viel zu bieten hatten. Am Mittag fuhr das Boot dann weiter Richtung Wolf und am späten Nachmittag erfolgte eine obligatorische Alarmübung die zumindest zur Erheiterung beitrug.

Am nächsten Tag erreichten wir um 4:30 Uhr die Insel Wolf, bei der wir uns zwei Tage aufhalten sollten. Hier und für die nächsten drei Tage waren je drei Tauchgänge angesagt. Die Sichtbedingungen waren mit max. 10 m nicht berauschend aber das immer wieder sporadische Auftauchen der Hammerhaie ließ zumindest vermuten wie viele dort zugegen sein mussten. Wir hatten auch den ganzen Tag Delfinbegleitung, Unterwasser war dies jedoch leider nur der anderen Gruppe vergönnt. Nach dem dritten Tauchgang noch etwas Schnorcheln und dann war das Tagesgeschehen geschafft. Der erste Tauchgang des folgenden Tages setzte gleich die Tagesmarke. Ein Seelöwe beim Abtauchen, ein Delfin unter Wasser und Hammerhaie ohne Ende. Es war eine Schule mit geschätzt mehreren Hundert Haien die vor, neben und über uns waren! Deswegen waren wir da! Das sollte erst mal noch getoppt werden! Die beiden anderen Tauchgänge an diesem Tag waren zwar nicht so spektakulär aber trotzdem noch super und boten neben den Hammerhaien noch Galapagoshaie, unzählige Turtels, riesige Makrelen und Schwarmfische ohne Ende.

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In der Nacht ging es dann gegen 4:00 Uhr weiter nach Darwin, wo uns am Morgen der typische Darwin- Bogen als Ausblick erwartete. Der erste Tauchgang dort zeigte uns mal wieder gemeinschaftlich die Grenzen auf - Strömung ohne Ende beim Abtauchen als wir das Riff erreichen wollten. Sich auf dem Riffdach überschlagende Taucher, davon rutschende Masken und Atemregler bei denen von der Strömung die Munddusche betätigt wurde waren die Folge. Auch hier waren die Sichtweiten nicht wirklich besser und bei der ganzen Hektik war außer Muränen, Turtels, Langusten und Scorpionsfischen (diese beim übers Riff hangeln aus aller nächster Nähe) nicht viel zu sehen. Auch der zweite Tauchgang an diesem Tag verlief nicht gerade entspannter. Hier hatten wir gleich zu Beginn eine ins Blauwasser gerichtete Abwärtsströmung erwischt die uns über weite Teile des Tauchgangs erhalten blieb. Besonderes Highlight war ein Seepferdchen, vom Rest des Erwarteten war nichts zu sehen. Auch der dritte Tauchgang gestaltete sich entsprechend der beiden anderen. Selbst die Guides waren der Ansicht, dass das Tauchen an diesem Tag ziemlich grenzwertig war, ein Ausweichen auf Wolf war aber auf Grund der Lizenzierung angeblich nicht möglich da die Tauchgänge wie in der Route vorgegeben auch absolviert werden müssten.

Am zweiten Tag bei Darwin ging es schon vor dem Frühstück zum ersten Tauchgang, damit an diesem Tag zumindest zwei Tauchgänge getätigt werden konnten. Die geplante Route sah zwar drei Tauchgänge vor, diese sind aber zeitlich nicht realisierbar zumal wir auf Grund der Strömung angeblich auch noch länger für den Weg zurück benötigen würden. So ging der letzte Tauchtag auf Darwin ohne taucherisches Highlight schon am Mittag zu Ende und wir traten den Rückweg mit dem Ziel Cousins-Rock als unseren letzten Tauchplatz auf dieser Tour an welchen wir am nächsten Morgen gegen 6:00 Uhr erreichten.

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Für unseren letzten Tag auf dem Boot war für sechs Uhr das Frühstück angesagt, damit auch hier noch zwei Tauchgänge und anschließend eine Tour in das Hochland von Santa Cruz möglich wären. Die beiden Tauchgänge bei Cousins Rock waren wirklich erste Sahne, da wir die meiste Zeit von Seelöwen unterhalten wurden und ansonsten Schwärme von Eagle Rays sowie Weißspitzenriffhaie und Turtels zu sehen waren. Darüber hinaus war das Riff für die bis dahin gesehenen „Galapagosverhältnisse" sogar noch schön bewachsen. Nachdem der zweite Tauchgang beendet war ging für uns das Packen und vom Boot auschecken los, da wir von der Tour ins Hochland direkt zu unserer nächsten Reisestation, dem Hotel Silberstein in Puerto Ayora auf Santa Cruz, wechseln wollten. Die Tour ins Hochland von Santa Cruz führte zu den Riesenschildkröten von Galapagos und im Anschluss fand ein BBQ statt. Danach wurden wir am Hotel Silberstein abgesetzt, dessen Vertreter schon am Mittag bei unserer Ankunft im Hafen unser Gepäck in Empfang genommen hatten.

Das Hotel Silberstein liegt in Puerto Ayora auf Santa Cruz nur wenige Meter von der Charles Darwin-
Forschungsstation entfernt. Das Hotel hat einen schönen Garten mit Swimmingpool und die Zimmer verfügen über Badezimmer mit Dusche/ WC, Deckenventilatoren und Klimaanlagen. Auffällig und besonders angenehm an Puerto Ayora ist, dass man sich völlig ungezwungen (auch auf der „Promenade") bewegen kann und in keinster Weise durch Verkäufer der Shops bedrängt oder belästigt wird. Auch prägen viele Restaurants mit einem angenehmen Ambiente und einem akzeptablen Preis-/Leistungsverhältnis das Bild der Stadt. Wir hatten für unseren Aufenthalt im Silberstein, in Kombination mit dem gebuchten Tauch- und Tagestourenpaket, Vollpension gebucht die auch sehr gut war, würden aber bei einem erneuten Aufenthalt darauf verzichten um das Angebot der anderen Restaurants nutzen zu können.

Das Programm welches wir für unseren Aufenthalt geplant hatten (3 Tage tauchen, 4 Tage Inseltouren) war bei unserer Ankunft schon ausgeplant und leider nicht mehr änderbar. So gingen wir am ersten Tag gleich wieder bei Santa Fe tauchen. Dort hatten wir einen Seelöwen der uns die erste Zeit des Tauchgangs begleitete und dabei wirklich alles gab und zeigte was er konnte. Leider taugte der Guide nichts. Mit uns tauchte noch eine Irin die erst sehr wenige Tauchgänge hatte und diese lagen auch schon einige Zeit zurück. Der Guide hielt es allerdings nicht für nötig nach seinem Buddy zu schauen und nachdem wir 20 Minuten gegen die Strömung aus einer Bucht rausgepaddelt sind und uns dann die Strömung richtig erwischte war die Irin "weg"! Nachdem Ruth sie dann wieder eingefangen und ich den Guide geholt hatte tauchten wir aus und der Tauchgang war nach knapp 40 Minuten beendet. Auf dem zweiten Tauchgang hatten wir einen schönen Bogen der durchtaucht werden konnte und in dem Schwärme von Fischen zu finden waren, einige Eagle Rays und unzählige Schildkröten. Am Nachmittag absolvierten wir mit der Charles Darwin Station noch einen Punkt des "Pflichtprogramms" welcher aber aus unserer Sicht nach dem Besuch der Schildkröten im Hochland nicht wirklich prickelnd war.

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Für den nächsten Tag war dann eine Tour nach Seymor und Bachas angesetzt. Die Tour startete um 8:00 Uhr, wie die meisten Touren mit einer Fahrt quer über die Insel zum Kanal Richtung Baltra, dort ging es auf ein Boot und dann nach Seymour wo wir einen 90 Minütigen Inselrundgang absolvierten. Dabei sahen wir Seelöwen, Fregattvögel, Blaufußtölpel und sowohl Land- als auch Seeleguane. Bei Bachas hätten wir mit etwas Glück Flamingos sehen sollen, dies war uns jedoch nicht vergönnt und so blieb nur der Badestopp in einer wunderschönen Lagune mit dem auch schon bei der ersten Station gesehenem Tierleben. Unser Hotel erreichten wir wieder gegen 16:00 Uhr.

Mittwoch stand eine Tour nach Plazas und Punta Carrion ebenfalls mit Start um 8:00 Uhr auf dem Programm. Plaza Sur beherbergt eine große Population der Landleguane und Seelöwen. Der Schwimm- und Schnorchelaufenthalt bei Punta Carrion war relativ kurz, da hier, bei sehr eingeschränkter Sichtweite, direkt vom Boot ins Wasser gegangen werden musste und vielleicht nicht zuletzt da Haie schon im Vorfeld das Boot umkreisten (da schaffte auch der Aufpasser im Zodiak kein wirkliches Vertrauen ;-)).

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Am folgenden Tag ging es dann schon um 6:00 Uhr nach Bartolome, welches eine sehr beeindruckende Insel mit Wüstencharakter ist und von deren höchstem Punkt man einen wunderbaren Ausblick hat (dies ist der Galapagosausblick der Prospekte). Allerdings stellt sich, wie bei fast allen gemachten Touren die Frage nach dem „Aufwandsverhältnis". Für diese Tour waren wir je Strecke ca. 4 Stunden unterwegs (1 Stunde mit dem Bus über die Insel und 3 Stunden mit dem Boot) und das für ca. 1 Stunde Inselrundgang und 30 Minuten Schnorcheln. Wir haben diese Frage für uns auf jeden Fall für fast alle absolvierten Touren mit einem deutlichen „Ja" beantwortet.

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Für Freitag war mal wieder Tauchen angesagt. Wieder ging es um 6:00 Uhr ohne Frühstück los. Dafür waren wir um 7:30 Uhr schon beim ersten Tauchgang in Seymour um zahlreiche White Tips zu wecken. Daneben sahen wir reichlich Hammerhaie und Eagle Rays. Das Ganze leider bei immer noch recht schlechter Sicht, sodass die Kamera kaum in der Lage war die Silhouetten zu fokussieren. Für den zweiten Tauchgang führte uns der Guide zu einem Platz, wo wir neben den Hammerhaien auch ziemlich große Black Tips und ein paar Mobulas sahen. Aufgrund der frühen Fahrt, der kurzen Distanz zu Seymour und des schnellen Bootes waren wir schon um 12:00 Uhr wieder im Hotel, sodass wir am Nachmittag noch einen Spaziergang zur Tortuga Bay einschieben konnten. Mit knapp 1,5 Std. Fußmarsch je Strecke ist dies schon ein langer Weg der sich aber absolut gelohnt hat - einen solch schönen Sandstrand hätten wir dort nicht erwartet. Auch der Abschnitt des Strandes in dem die See-Leguane zu finden sind war ein Highlight, da er uns die bis dahin meisten und größten Exemplare auf einem Haufen bot.

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Am Samstag war dann der letzte Tauchtag für Galapagos angesetzt. Mit Cousins Rock war eigentlich ein vielversprechender Platz avisiert den wir ja schon auf der Safari betaucht hatten, aber die Sichtweiten mit 4 - 5 m machten uns mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Auf Grund der Sichtweite absolvierten wir den zweiten Tauchgang bei Daphne. Dort lag die Sicht zwar bei 8 m, aber leider war nicht viel zu sehen. Somit endete unser Tauchen auf Galapagos ohne das erhoffte abschließende "Hailight".

Sonntag gab es dann einen letzten Tagestrip zur Insel Fernandina. Dort waren noch einmal die „Giant Turtels" (besonders imposant ein Paar bei Paarungsversuchen) und ein paar Piratenhöhlen zu besichtigen. Auf dem Rückweg kochte das Wasser vor lauter Mantas von stattlicher Größe - warum hatten wir die nicht beim Tauchen? Dann war unser Aufenthalt auf Galapagos auch so gut wie beendet.

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Am 4.4. um 7:30 Uhr Ortszeit starteten wir unsere Rückreise mit dem Transfer Richtung Baltra wo wir gegen 10:45 Uhr planmäßig nach Guayaquil abflogen. In Guayaquil gab es einige Irritationen da der Iberia Flug anscheinend statt um 18 erst um 20 Uhr starten sollte und das Ganze noch mit anderer Flugnummer angegeben war. Nach mehreren Rückfragen an diversen Schaltern und der Flughafeninformation stellten wir fest, dass unser Flug mit einer anderen Airline (LAN*) stattfand, was aber nirgendwo angezeigt und bei der ersten Nachfrage am LAN*-Schalter auch vehement verneint wurde. Erfreulich war, dass der Flieger wesentlich aktueller war als die „Iberia-Kiste". Gegen 12:00 Uhr Ortszeit (+7 Std. Zeitverschiebung inkl. Sommerzeit) landeten wir in Madrid (ein wirklicher Sch.... Flughafen auf dem zumindest uns die Orientierung äußerst schwer fiel) um laut Plan gegen 16 Uhr weiterzufliegen. Das klappte leider nicht, da auf Grund technischer Probleme der Flieger gewechselt werden musste. Überhaupt ist die Kombination Iberia und Flughafen Madrid das chaotischste bisher erlebte Flugerlebnis. Fünfmal wurde das Abfluggate innerhalb von 1,5 Std. gewechselt und wer die Wege auf dem Flughafen kennt, weiß was dies bedeutet. Wir verließen Madrid mit einer Stunde Verspätung wiedermal in einem Ryanair nicht würdigen Flieger (Sitzplatzabstand usw. - wenn es eine andere Möglichkeit gibt definitiv nie wieder Iberia) um in Frankfurt um 19:30 Uhr zu landen. Somit waren wir nach gut 30 Stunden Reisezeit wieder zu Hause angekommen.

Als Fazit zu dieser „Once in a Livetime"-Reise bleibt zu sagen, dass die Tauchsafari auf Grund der äußeren Bedingungen wie Strömung und Sichtweiten nicht das geboten hat, was wir uns versprochen haben. Mit dem reduzierten Leistungsumfang (allein schon 25 % weniger Tauchgänge als angeboten) hätten wir sie zu den Kosten im Vorfeld wahrscheinlich nicht gebucht. Ohne sie aber hätte die Reise unsere Erwartungen bezüglich der Hammerhaisichtungen voraussichtlich nicht erfüllt. Auf den Inseltouren während unseres Aufenthalts im Silberstein haben wir alles gesehen was wir zu sehen erhofft haben - einschließlich der Pinguine - in der Menge jedoch jeweils nur wenige Exemplare und z.B. keine größeren Kolonien von Blaufußtölpeln usw. Auch in Quito waren wir nicht mit Glück bei den Wetterbedingungen gesegnet und auch dort fehlte daher das „absolute" Aha-Erlebnis. Unter diesen Aspekten könnte in Betracht des Preis-/Leistungsverhältnisses zunächst ein schaler Beigeschmack zu dieser Reise aufkommen.

Dies ist aber definitiv „Jammern auf sehr hohem Niveau", denn wenn dann die Vielfalt und Gegensätzlichkeit der Eindrücke sowohl Über- als auch Unterwasser, die Nähe die Blaufußtölpel, Pinguine, Leguane, usw. zugelassen und welche vor allem die Seelöwen teilweise gesucht haben sodass ein Zoom absolut unnötig war und wenn darüber hinaus das Gesamtfeeling der Reise berücksichtigt wird, war sie ein echter Traum. Wenn dann darüber hinaus noch die Momente bei denen die äußeren Bedingungen deutlich besser waren, wie z.B. bei unserem traumhaften Hammerhaitauchgang in Wolf, berücksichtigt werden gibt es nur eine Schlussfolgerung:

„Mit etwas Glück waren wir nicht das letzte Mal auf Galapagos."

Sobald das Urlaubsbudget eine solche Größenordnung noch einmal zulässt und die anderen begleitenden Faktoren stimmen, werden wir die Planung für einen zweiten Galapagosaufenthalt starten, denn die Highlights dieser Reise lassen folgern, dass es bei guten bis idealen Bedingungen der absolute, ultimative Traumurlaub wäre".

Gerne buchen wir die Reise dann auch wieder über Tauchreisen Roscher, da sie uns für diese Tour nicht nur sehr kompetent beraten und uns umfassende begleitende Reiseunterlagen und Informationen bereitgestellt haben, sondern auch, weil sie bezüglich der Abweichung zwischen den gebuchten und den erbrachten Leistungen unbürokratisch und kulant reagiert haben. Bei einer weiteren Reise würden wir jedoch sehr darauf achten, dass alle im Reisepreis abgegoltenen Positionen auch auf dem Voucher dokumentiert sind, denn bis dato hatten wir noch nie so viele Diskussionen ob z.B Inlandsflüge, Treibstoffzuschläge, etc. schon bezahlt sind oder für welche Tage welche Art der Verpflegung enthalten ist. Nur da wir alle Reiseinformationen (Angebote, Rechnungen und Zahlungsnachweise) in elektronischer Form mit uns geführt haben und die Zahlung so nachweisen konnten, mussten wir nicht vor Ort erneut bezahlen.

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