Javea (Alicante) 2008 von Corinna

 

Als des Flugzeug endlich in der Sonne Spaniens (wenn auch Abendsonne) landete und mein Tauchkoffer gut ankam, konnte es eigentlich nur noch gut gehen.
Wobei es gab eine kleine Sache dir mir Sorgen bereitete.
,,Wäre schön wenn du nach deinem Urlaub einen kleinen Bericht schreiben könntest, damit die anderen Mitglieder auch etwas davon haben", sagte Robert lachend zu mir als ich die ganze Ausrüstung in unser Auto lud. Jetzt ist es soweit, ich muss die Seiten hier vollbekommen... und das fällt mir nach diesem Urlaub nicht schwer... also:

Bienvenida en Espania!
Nach wenigen Tagen Aufenthalt in Spanien, begaben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Tauchbasis.
Vorher hatte ich mich im Internet schon erkundigt. Leider sind an der Costa Blanca nicht sehr viele Tauchbasen. Wir fuhren sämtliche Adressen ab die wir herausgefunden hatten, aber Tauchbasen waren weit und breit nicht zu sehen.

Also entschlossen wir ,,Pascal Mar" (www.pascalmar.com) anzurufen und mit ihm einen evtl. Tauchgang auszumachen. Pascal  (PADI IDC Staff Instructor und Emergency First Response(TM) Instructor Trainer #933904) ist Österreicher und wohnt schon seit längerem in Spanien.
Hauptsächlich bildet er in Spanien aus. Er selbst hat keine eigene Tauchbasis, und geht mit seinen Kunden an die gewünschten Tauchorte. Ob Basis oder einfach so.

So war es eher unpassend mit ihm mitzutauchen. Er bot mir an bei einem Tauchgang eines zukünftigen OWD's mitzutauchen und gab mir aber gleichzeitig die Adresse zu einer Tauchbasis in Javea. Da wir unseren Urlaub in Denia verbrachten, bot sich Javea sehr gut an (15 Minuten mit dem Auto).
Er sagte mir, dass direkt am Hafen eine Tauchbasis ist mit super netten Leuten.

Diese Tauchbasis wird von einer blonden Frau namens Katja geleitet.
So hatte ich endlich mal einen Anhaltspunkt wo ich evtl. tauchen konnte.
Gleich am nächsten Tag vereinbarte ich mit Katja einen Tauchgang.
Als ich ankam zeigte sie mir erst einmal die Basis. Dort gibt es wirklich alles was man zum und rund ums Tauchen braucht. Vom ausleihen oder kaufen der Ausrüstung, über Süßwasserbecken zum abwaschen der Tauchausrüstung, bis hin zu großen Regalen in denen man seine Sachen über den kompletten Zeitraum lagern konnte und nicht zu vergessen, saubere Duschen. (!)
Auch an Umkleiden mangelt es dort nicht.
Nachdem ich dort mit allen Sachen vertraut war, baute ich meine Ausrüstung zusammen.

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Ich lieh mir dort eine Flasche und Blei. Pro Tauchgang (man fährt immer mit dem Boot raus, beliebige Flaschengröße) bezahlte ich 24EUR. Die ganzen Sachen wurden dann auf das Boot geladen und es ging auch schon bald los. Pro Tauchgang sind im Durchschnitt 12 Personen dabei. Allerdings nur auf dem Boot, d.h. das es so gut wie nur 2er-4er Gruppen gibt. Als wir nach 10 Minuten an unserem Tauchplatz ankamen (insgesamt gibt es ca. 12 verschiedene Tauchplätze), stürzten sich schon die ersten Taucher über Bord.Bei meinem ersten Meertauchgang kam Katja mit. Sie bildete einen Jungen zum OWD aus und bat mir an, bei ihr mitzutauchen. So waren wir in einer kleinen Gruppe von 3 Personen.

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Da ich mich von Anfang an gut mit allen Mitarbeitern, und besonders gut mit Katja verstand, hatte ich ein gutes Gefühl bei dem Tauchgang. Auf dem Weg zum Tauchplatz lernte man die Menschen besser kennen. Es waren oft dieselben Personen beim Tauchen dabei.
Und alle kamen aus einem anderen Land. Von Deutschland, über England, nach  Ägypten und zu Frankreich, war wirklich alles und jeder vertreten. Zum Glück konnte man sich mit den meisten über Wasser auf Englisch unterhalten. Unter Wasser war das ganze dann noch einfacher. Wenn man einen besondern Fisch sah und deutet drauf war klar... das ist ein Fisch... der eine nannte es Fisch, fish, pez oder poisson. Kurz um, unter Wasser konnte man sich oft einfacher verständigen als über Wasser. Ein Grund mehr warum man Tauchen sollte. Die Mitarbeiter der Tauchbasis sprechen zum Glück 3 Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch. Bevor sich dann doch jeder Taucher ins Wasser stürzen konnte, wurden noch an der Basis, die Gruppen eingeteilt, und vom Boot aus wurde einem die Umgebung erklärt. Im Durchschnitt dauerte ein Tauchgang 1 std.
Von der größten Tiefe bis zu den Fischen wusste man schon fast alles, bevor man unten war. Man war also gut vorbereitet. Als das alles dann geklärt war, landeten schnell die ersten Gruppen an Taucher, im Wasser. Und ich folgte ihnen nach ihrem Beispiel.

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Der erste Blick nach unten war der schönste. Neptun scheint wirklich ein kleiner Angeber zu sein :). Im Wasser wimmelte es von Fischen. Gut neben Katja aufgehoben, tauchten wir auch schon durch die ersten kleineren Höhlen. Ein ständiger Begleiter, der sich nie von meinem Arm abmachen lies, war mein Foto. Insgesamt kamen über 600 Fotos nach dem Urlaub hier sicher an. Aber schon nach dem ersten Tauchgang im Meer wurde mir klar, dass fotografieren unter Wasser wirklich nicht leicht ist. Nicht nur die Fische bewegen sich... und wenn man doch einmal einen Fisch gefunden hat, der sich fotografieren lassen will, ist man entweder in einer kleinen Strömung oder man ist am Anfang des Tauchgangs und ist noch nichts austariert. An diesem Punkt müsste Neptun also noch etwas arbeiten. Vieles ist nicht mit dem Tauchen im See zu vergleichen. Man konnte zum Beispiel viiiiel weiter gucken als im See. Nach diesem Tauchgang konnte ich ein grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Katja war von mir begeistert. Und lobte auch meinen Taulehrer... Also lieber Robert, ein Padi Instructor hat dich gelobt ;) und das mehr als einmal. Seit diesem Tauchgang bekam ich manchmal den Spitznamen ,,Fisch".
Und ich wurde nicht nur ,,Fisch" genannt, was ab und an irritierend war bei der Einteilung der Gruppen ;) ,,Also Nick du gehst mit Fisch und Matthias", sondern ich bekam einen Praktikumsplatz angeboten. Also werde ich sehr wahrscheinlich nächstes Jahr dort ein Praktikum von einem Monat in der Ferien machen und darf bei Katja mit wohnen.
Der erste Tauchgang war also ein voller Erfolg! Aber auch wenn man denkt es geht nicht noch besser, dann hat Neptun wieder Langeweile, würfelt ein bisschen und in den nächsten Tauchgängen sieht man Barracudas, Rochen, Langusten und mehr als nur einen kleinen Fisch.

Ein super großer Schwarm von vielen bunten Meerpfauen. Alle Tauchgänge waren einfach nur schön! Und die Mitarbeiter sowie die vielen anderen Taucher immer super nett!!!
Für gute Stimmung war immer gesorgt. Und umso länger man dort taucht, umso weniger will mag dort wieder weg. Ein Tauchplatz war schöner als der andere. Der letzte Tauchgang (,,Cabo Negro") war der interessanteste. Dort sah ich den Rochen sowie die Languste. Aber wie der Name schon sagt wurde es dort dunkel. Ich hatte immer meine Taschenlampe dabei, außer natürlich bei diesem Tauchgang. Naja es wäre ja sonst zu langweilig geworden.An dem Tag war auch die größte Tauchgruppe. Wir waren ca. 9 Personen. Da es mitten in der Woche war, waren es viele Freunde von Katja oder schon sehr bekannte Taucher. So folgte jeder dem Teamleader durch eine große dunkle Höhle und durch das ,,normale" Meer.

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Aber auch in so einer großen Gruppe macht das Tauchen mindestens genauso viel Spaß wie in einer kleinen Gruppe, wenn nicht sogar noch mehr. Da ich immer mit meinem Foto zu sehen war blieb ich gut im Gedächtnis der anderen Taucher. 18 Augen sehen eben mehr als 2.So fing es unter Wasser an zu ,,klimpern". Da fallen mir nur viele Geschichten zu ,,Raschelbanden" ein, wie Robert immer so schön sagte. Der Teamleader ,,klimperte" also, weil er den Marmor-Zitterrochen gefunden hatte. Und als Karla Kolumna für die Unterwasserwelt, hatte man schnell viele schöne Bilder, aber das oft auch nur, weil 18 Augen eben mehr sehen als 2.Und auch durch den ,,Eiswasserschock" den ich nach meinem letzten Tauchgang in Bensheim hatte, war ich gut auf ein paar kalte Strömungen eingestellt. Da soll jemand sagen man wird nicht gut auf das Meer vorbereitet.

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Irgendwann ging auch die Zeit rum. Wobei sie immer noch andauern könnte, wenn es nach mir ginge :). So hat ein ,,kleiner" OWD das Wohnzimmer von Neptun besucht.
Hat viel gesehen und manche Tauchtiefen von Bensheim geschlagen.
Und wenn ich alles was ich erlebet habe, hier hinschreiben wollte... wären 20 Seiten schnell erreicht... :) Wer also mehr wissen will... der muss schon fragen ;)


Liebe Grüße Corinna


Tauchbasis;
Puerto de Javea - Escollera Sur, s/n
Tel: - 965 794 100
Mobil: - 690 320 706
03730 Javea (Alicante)
www.buceopuertojavea.com

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